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Statistiken
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Raucher verursachen Kosten,
aber sie zahlen auch Tabaksteuer und sterben früher. Kein Wunder, dass Diskussionen
um die monetären Folgen des Rauchens häufig im blauen Dunst simpler Klischees
und nebliger Argumente verpuffen. Hinzu kommt, dass genaue Zahlen zu diesem
Thema für Deutschland bislang kaum zu finden waren.
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Diese Werte wurden mit Daten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) in Deutschland abgeglichen, die Auskunft geben über die krankheitsspezifische Häufigkeit von Todesfällen, Krankenhaustagen und Arbeitsunfähigkeitstagen. "Leider hinkt das BMG mit der Publikation bestimmter Daten immer einige Jahre hinterher, weshalb wir nur die Zahlen für 1993 errechnen konnten", bedauert Welte. Schließlich recherchierten die Ulmer Gesundheitsökonomen in einem letzten Arbeitsschritt direkte Behandlungskosten dieser Erkrankungen und die indirekten Kosten, die durch den Ausfall von Arbeitstagen entstehen. Wenn man alle Zahlen in Beziehung zueinander setzt, ergeben sich folgende Werte:
"Halt!",
hört man jetzt die Raucher rufen, "dafür zahlen wir auch Tabaksteuer und sterben
früher, was die öffentliche Hand freut." Zwei Gegenargumente, die auch Robert
Welte kennt, sie aber sogleich in Rauch aufgehen lässt: Der deutsche Fiskus habe
zwar 1993 rund 9,20 Mrd. Euro an Tabaksteuern eingenommen. Aber: "Aus volkswirtschaftlicher
Sicht handelt es sich bei allen Steuern, also auch der Tabaksteuer, nur um eine
Verschiebung von Werten innerhalb der Gesellschaft." Soll heißen: Was der Staat
einnimmt, geht den Bürgern verloren. Unterm Strich also ein Nullsummenspiel, dem
die finanziellen Einbußen durch das Rauchen entgegenstehen.
Und
das frühere Sterben? In den Augen des Ulmer Gesundheitsökonomen ist das ein zynischer
Denkansatz. Zu Ende gedacht würde das bedeuten: "Jedes Kind, das früh stirbt,
erspart dem Staat Millionen an Gesundheits- und Ausbildungskosten." Seine Studie,
so Welte gegenüber Medical Tribune Online, habe bewusst nur die Kosten betrachtet,
die durch das Rauchen verursacht werden.
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